Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


http://myblog.de/zwergkruemel

Gratis bloggen bei
myblog.de





Die hängenden Gärten von Zul Gurrub

Ich habe vor langer Zeit einen Troll auf einer Insel getroffen, im Süden, in der Nähe des Dschungels. Ich habe ihn bewundert, er beherrschte die Künste der Alchemie besser als ich es mir jemals zu träumen gewagt hatte. Nun, inzwischen sind meine eigenen Fähigkeiten gewachsen und ich verstehe mich sehr gut auf das Brauen von Tränken. Ich wollte meine Fertigkeiten optimieren und reiste wieder zu der Insel, auf der ich ihn das erste Mal sah. Tatsächlich fand ich ihn auch wieder, allerdings war er nicht bereit sein Wissen mit mir zu teilen. Ich solle ihm erst meinen Willen beweisen, sagte er, und schickte mich fort um nach Geschenken zu suchen, die sein Herz erweichen und seine Zunge lockern könnten. Trolle! Ich hätte es mir denken können, man kann ihnen einfach nicht trauen. Trotz der Wut die ich empfand war ich fest entschlossen, ebendiese Geschenke zu finden. Mein treuster Gefährte und ich schlossen uns also einer Gruppe mutiger Helden an, die in die Gärten von Zul Gurrub reisten. Ich hatte gehört, das es dort noch etliche Schätze zu heben gibt, die das Herz eines Trolls höher schlagen lassen würden. Die Größe dieser Gärten überraschte mich, genau wie ihre Schönheit. Es tut mir immer wieder weh zu sehen, welch wundervolle Orte dem Grauen in die Finger gefallen sind. Aber so schön es war, so gefährlich wurde es auch. Hinter jedem Busch lauerte etwas auf uns, wir wurden immer wieder angegriffen, und die Feinde, die auf uns lauerten, wurden immer absonderlicher und mächtiger. Wir konnten uns Anfangs noch recht gut unserer Haut erwehren, aber unsere Kräfte erschöpften sich immer mehr. Schon bald gab es die ersten Toten zu beklagen, und ich begann mich zu fragen, ob es das Wert war.. Ich raffte meinen Mut zusammen und drang weiter in das immerwährende Grün vor .. nur um Minuten später einer Rivalin gegenüberzustehen, wie ich sie noch nie gesehen hatte. Halb Mensch, halb Fledermaus erhob sie sich und stürzte sich auf uns. Meine Begleiter schienen vor Angst wie gelähmt, sie konnten nur noch stehen und staunen .. und sterben. Auch wir schafften es nur mit letzter Kraft uns aus den Gärten zu retten. Als ich wieder in der wenigstens oberflächlichen Sicherheit des Dschungels stand hing meine Robe in Fetzen an mir, ich hatte unzählige Wunden und in meinen Taschen fand sich keinerlei Heiltrank mehr, dem ich meinem Gefährten hätte geben können. Ihn hatte es noch schlimmer erwischt als mich, ich musste ihn bis in die Stadt stützen, wo sich ein Heilkundiger um ihn kümmerte, und der beste Schneider der Gegend sich für einige Goldstücke meiner Robe annahm. Wir hatten einiges aus den Gärten mitgebracht, aber als wir unsere Funde zusammen warfen mussten wir erkennen, das wir nichtmal annähernd genug zusammen getragen hatten, um die Inseltrolle zur Preisgabe ihrer Geheimnisse zu bewegen. Wir schafften alles in unsere Schatzkiste und widmeten uns anderen Dingen .. Mein Herz verlangt nach Rache, für all das was sie uns angetan haben! Mein Verstand sagt mir, das es nicht richtig ist, das Leben meiner Gefährten noch einmal zu riskieren, nur um noch mächtiger zu werden. Wir werden sehen, wer diesen Kampf gewinnen wird ..
15.10.06 23:21
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung